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Öle

Öl des Monats Juni: Sandelholz

Santalum album, gehört zu den Santalaceae (Sandelholzgewächsen)

Für den Juni habe ich ein Öl ausgewählt, das ich selbst anfangs gar nicht mochte und inzwischen nicht mehr missen möchte: Sandelholz. Es ist als Duftstoff ein bedeutender Bestandteil von Parfümen und das Holz wird in Indien, Tibet und China für Tempeldekorationen, Schnitzereien und Räucherwerk verwendet.

Der bis zu 4,50 m hohe Baum ist immergrün und blüht in den Monaten März/April sowie September/Oktober. Er ist ein Halbschmarotzer, d.h. er nimmt Nährstoffe über die Wurzeln anderer Pflanzen auf, daher ist er nur schwer zu kultivieren. Obgleich noch andere Baumarten als Sandelholz bezeichnet werden, gilt nur das ostindische Sandelholz als das echte. Der Anbau in Ostindien unterliegt strengen Gesetzen und Lizenzen, um Raubbau an der Natur und Schmuggel zu unterbinden.

Sandelholzöl wurde bereits 3.500 v. Chr. verwendet. Heute ist es in über 80 % aller Parfüms enthalten. Der Geruch ist süß, balsamisch, holzig. Nach ayurvedischer Ansicht verhilft das Öl zu größerem Seelenfrieden. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wirkt es neurologisch reizmindernd, ohne die Nebenwirkungen eines Neuroleptikums. Sowohl in der tibetischen als auch in der ayurvedischen Medizin wird Sandelholzöl bei emotionalen und mentalen Störungen eingesetzt, ebenso zur Unterstützung sinnlicher Reize und der Erotik. Die Santalole machen 85 - 95 % der Inhaltsstoffe aus und wirken (wahrscheinlich) direkt auf die Steuerzentrale der Hormondrüsen, die Hypophyse, wo sie sowohl die Ausschüttung von Stress- als auch Sexualhormone regulierend beeinflussen. Dies steht sicher im Zusammenhang mit dem Pheromoncharakter des Duftes, der den Intimgeruch von Mann und Frau imitiert und somit jeden Menschen tief berührt.

Sandelholzöl wirkt aber auch desinfizierend auf das Zahnfleisch und die Schleimhäute des Urogenitalbereiches, es ist zudem äußerst hautpflegend.

Körperliche Wirkungen:

antibakteriell, antimykotisch, antiseptisch, entzündungshemmend, stoffwechselanregend, venenstärkend, hormonmodulierend, hautregenerierend.

Psychische Wirkungen:

stärkend/aufrichtend, harmonisierend, aphrodisierend.

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Das Öl kann daher bedenkenlos angewandt werden bei Kopfschmerzen, Zahnfleischentzündungen, zur Haut- und Intimpflege, bei Menstruationsbeschwerden, Libidoverlust, Stress, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen und natürlich zu einer wohltuenden Massage.

(Literaturnachweis: Werner, Monika, von Braunschweig, Ruth: Praxis Aromatherapie; 3. Auflage, Stuttgart: Haug Verlag 2012.)

 

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