background

Öle

Das Juli-Öl: Rosmarin

Sommer - Sonne - Rosmarin, mit Wärme verbinde ich immer auch den aromatisch-südländischen Duft des Rosmarin, deshalb ist es mein Öl des Monats Juli.

Der Rosmarin ist ein Lippenblütengewächs (Lamiaceae) und es gibt drei Arten, deren Öle man als Aroma-Öl verwenden kann:

Rosmarin officinalis, Rosmarin officinalis Cineol, Rosmarin officinalis Kampfer, Rosmarin officinalis Verbenon.

Möglicherweise rührt der Name Rosmarin von den Römern, die die Pflanze mit ros maris (Meerestau) bezeichneten, weil sie vermuteten, dass der Tau, der sich nachts auf den Pflanzen bildet, den würzigen Duft hervorruft.

Die Pflanze wächst wild im Mittelmeergebiet und ihre Blätter erinnern an die Nadeln der Koniferen. Je nach Lage und Klima bilden sich die anfangs genannten Chemotypen mit unterschiedlichen Duftstoffen.

Rosmarin gilt seit Jahrtausenden als Heilmittel und magisches Kraut. In Griechenland war es beispielsweise der Göttin Aphrodite geweiht. Die Armen verbrannten es bei religiösen Riten anstatt des nur den Reichen vorbehaltenen Weihrauchs - daher auch die Bezeichnung '"Weihrauch der Armen". Nach Deutschland kam es im Mittelalter durch die Benediktermönche. Man entdeckte seine desinfizierende Wirkung und räucherte Krankenstuben damit aus. Man glaubte, Rosmarin könne die Lebenden und die Toten vor bösen Geistern schützen. Noch heute ist Rosmarin das Symbol für Liebe, Treue und Vergänglichkeit.

Bzgl. der Dosierung empfiehlt der bekannte französische Aromatherapeut Jean Valnet, Rosmarin keinesfalls hoch dosiert bei Epileptikern anzuwenden, da es dann Krämpfe auslösen kann, wohingegen es in geringer Dosierung entkrampfend wirkt. Kein Widerspruch, sondern ein Appell auf die Dosierung zu achten!

Rosmarin Cineol: Der Duft, der die Lebensgeister weckt!

Dieses Öl wirkt stark anregend, aber auch schmerzstillend, z.B. bei Rheuma, es fördert zudem das Abhusten. Es hilft Morgenmuffeln auf die Sprünge und hat sich bei Erschöpfungszuständen bewährt.

Rosmarin Kampfer: Das Herz-Schmerz-Muskel-Öl!

In niedriger Dosierung in Körperölmischungen aufgetragen stimuliert es das zentrale Nervensystem, Herz, Kreislauf und Atmung, besonders in Kombination mit Lavendel.

In höherer Dosierung hilft es gegen Entzündungen von Gelenken und Muskeln. Es wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend, weil es das Muskelgewebe entspannt.

In geringer Dosierung und äußerlich angewandt, ist dieses Öl unbedenklich, allerdings sollte es nicht bei Schwangeren und Kindern angewandt werden und wegen seiner stark anregenden Wirkung auch nicht bei Menschen mit Bluthochdruck.

Rosmarin Verbenon: Gutes für die Leber!

Dieses Öl fördert bei äußerlicher Anwendung (Einreibungen) die Galle-Sekretion der Leberzellen und entgiftet die Leber, auf die Gallenblase wirkt es entkrampfend und es fördert die Darmbewegungen. Die Chinesen bezeichnen die Leber nicht umsonst als "das Haus der Seele", da Störungen von Leber- und Gallenfunktion immer auch zu seelischen Verstimmungen führen. Indem Rosmarin hilft, die Leber zu entgiften, ist es auch ein ausgezeichnetes Mittel gegen depressive Verstimmungen, Stress, Migräne und Müdigkeit.

(aus: Werner, Monika; von Braunschweig, Ruth: Praxis Aromatherapie, 3. unveränderte Auflage, Stuttgart: Karl F. Haug Verlag 2012.

 

 

Copyright © 2021 Touch Skin Massagen. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen