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Öle

Bergamotte

für die Botaniker:  Citrus bergamina, gehört zu den Rautengewächsen (Rutaceae) 

Der Name kommt aus dem Türkischen und bedeutet: Fürst der Birnen.

Die ursprüngliche Heimat des Bergamotten-Baums ist nicht bekannt, man nimmt an Indien. Er stellt hohe Ansprüche an Klima und Boden und wird heute hauptsächlich in Italien angebaut. Die reifen Früchte erinnern an Quitten und werden kandiert oder eingelegt. In Sizilien sind sie eine beliebte Speisenbeilage. Zur Herstellung es Öls werden die unreifen grünen Schalen kaltgepresst (November bis Februar).

Der Dezember ist der dunkelste Monat des Jahres und ich habe das Bergamotten-Öl für diesen Monat ausgewählt, weil es trübe Stimmungen aufzuhellen vermag. Vor allem auch in Kombination mit anderen Ölen wirkt es wie ein Katalysator, indem es hilft, alle Aromen voll zu entfalten. Bergamotten-Öl duftet klar, fruchtig, frisch und nur leicht süßlich. Der Aromatherapeut Professor Rovesti an der Universität Mailand konnte belegen, dass Bergamotten-Öl angstlösend und nervenentspannend wirkt, so dass man es erfolgreich bei depressiven Verstimmungen und Angststörungen einsetzen kann, z.B. bei einer Winterdepression.

Trotz seines zitrusartigen Geruchs sind die Inhaltsstoffe denen des Lavendels ähnlich und nicht denen der Zitrusfrüchte. Es enthält zudem Inhaltsstoffe wie Jasmon, Indol und Methylanthranilat, die auch in Jasmin enthalten sind, sie ergeben den sinnlichen Duft dieses Öls und wirken aufmunternd.

In der Parfümindustrie gilt das Bergamotten-Öl als Edelstein unter den ätherischen Ölen und ist in vielen Duftkombinationen enthalten.

Der Earl-Grey-Tee erhält sein typisches Aroma durch den Zusatz von Bergamotten-Öl.  

Körperliche Wirkungen: stark antibakteriell, desinfizierend, antiviral, fiebersenkend, entkrampfend, das Immunsystem stimulierend.

Seelische Wirkungen: entspannend und stimulierend, löst somit Ängste und hebt die Stimmung.

Man kann es einsetzen bei Hals- und Kopfschmerzen, Fieber, nervösen Verdauungsproblemen, Blasenentzündung, Menstruations- oder Wechseljahresbeschwerden, bei Muskelverspannungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Es hilft bei Schlafstörungen (auch bei Kindern), Angst und depressiven Verstimmungen.

Vor allem aber kann man es wunderbar für eine entspannende Massage verwenden - am besten eine Massage in meiner Praxis  ;-) - und sich damit gegen den Winter-Blues wappnen.

Vorsicht ist geboten, wenn die mit Bergamotten-Öl behandelte Haut starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird, dann kann es zu unschönen Pigmentflecken kommen - dies gilt aber vorwiegend für Sommer und Frühjahr.

(aus: Werner, Monika; von Braunschweig, Ruth: Praxis Aromatherapie, 3. unveränderte Auflage, Stuttgart: Karl F. Haug Verlag: 2012.)

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