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Öle

Niaouli

Für den Februar habe ich ein Öl ausgesucht, dass sowohl bei Atemwegsbeschwerden hilft als auch hervorragend zur Hautpflege eingesetzt werden kann. Passend also zur kalten Jahreszeit, wo wir von Erkältungen geplagt werden, aber auch unsere Haut unter den dicken Kleidungsschichten und der trockenen Heizungsluft leidet.

Niaouli gehört zu den Myrtengewächsen  (Myrtaceae)

In Frankreich, wo es lange Zeit als Allrounder für die unterschiedlichsten Krankheiten eingesetzt wurde, wird es Goménol genannt  - nach der Region Gomène in Neukaledonien.

In Neukaledonien, einer Inselgruppe vor der Nordostküste Australiens, bestehen fast 2/5 des Landes aus Niaouli-Wäldern. Es ist ein 15 m hoher Baum mit lanzettförmigen Blättern und einer dicken weißen Rinde. Obgleich in Neukaledonien ein feuchtheißes Klima herrscht und es teilweise recht sumpfig ist, gibt es dort keine Malaria, was man auf die ätherischen Öle der Niaouli-Blätter zurückführt - die Inhaltsstoffe wirken stark insektenabweisend.

Nach Europa wurde das Öl erstmals 1853 exportiert. Besonders wirksam ist es gegen Bakterien der Atemwege, aber auch gegen Bakterien und Pilze im Urogenitalbereich, außerdem wirkt es außerordentlich immunstimulierend. Also genau das richtige Öl für den kalten Februar, wenn unsere Abwehrkräfte langsam schlapp machen. Niaouli kann aber noch mehr: es strafft schwaches Bindegewebe und wirkt entzündungshemmend, insbesondere bei Krampfadern, Hämorrhoiden und Venenentzündungen wirkt es lindernd. Es ist zudem ausgesprochen hautfreundlich. Man kann es auch im Mund anwenden, wo es reinigt und das Zahnfleisch stärkt. Selbst Nagelbettentzündungen heilen aufgrund der starken antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften schneller aus.

Niaouli  duftet krautig, leicht kampferartig, mit einem dezenten blumigen Unterton, weniger würzig als Eucalyptus-Öl.

Körperlich wirkt es antibakteriell, desinfizierend, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, schmerzstillend, schleimlösend, hautschützend, bindegewebsstabilisierend und mückenabweisend.

Psychisch zeigt es stärkende, klärende und belebende Wirkungen.

Man kann es u.a. einsetzen bei Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen, Bronchitis, Keuchhusten, zur Mundpflege, bei Nagelbettentzündungen, Wundliegen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Windpocken, auch bei Blasenentzündungen und zur Insektenabwehr - und: für eine Wohlfühlmassage bei mir!

(aus: Werner, Monika; von Braunschweig, Ruth: Praxis Aromatherapie, 3. unveränderte Auflage, Stuttgart: Karl F. Haug Verlag: 2012.)

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